| DER ANFANG
Als regelmässiger Flohmarktbesucher habe ich mich sehr darüber
geärgert, dass etliche Personen diese Kitsch- und Nippesfiguren,
wie Katzen, Hunde, Mäuse, Hasen, Vögel und andere Hässlichkeiten,
so schön, niedlich oder süss fanden. Nachdem ich dann als
Geburtstagsgeschenk eine Klebepistole bekommen hatte, fasste ich den
Entschluss diese tausendfach maschinell hergestellte Kitschästhetik
zu zerstören und die Bruchstücke neu zusammen zu setzen,
so dass daraus ein neues handwerkliches Unikat entstehen würde.
Auf einem zusammengeschweissten Gerüst aus alten Eisenrohren baue ich eine Grundform aus Steropor und Gips. Die Eisenrohre oder Stäbe finde ich auf der Strasse in Form von demontierten Wasserrohren oder sonstigen Metallresten. Das Steropor stammt aus verschiedenen Verpackungen. Darüber kommt dann die Haut aus Keramikscherben, die mit der Klebepistole zusammen geklebt werden. Den überwiegenden Teil der Keramik kaufe ich auf verschiedenen Flohmärkten so billig wie möglich ein. Ich versuche in meiner Arbeit das Recyclingprinzip so weit wie möglich zu beachten. Ausser dem Gips, dem Kleber und den Schweisselektroden ist alles schon mal benutzt worden. Die erweiterte Nachbarschaft nimmt regen Anteil an meiner Produktion und bringt mir Plastiktüten mit Scherben. Manchmal auch im Tausch für eine noch funktionstüchtige Keramik. Die klassischen Plastiken und Mosaiken ( Griechen, Römer, Renaissance ); die arabischen Mosaiken; Guiseppe Arcimboldi; Kubismus und Surrealismus; Antonio Gaudi; Robert Delaunay; Pop Art; Edward Kienholz; Niki de Saint-Phalle; Jeff Koons |